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Europäische Zentralbank (EZB), Frankfurt am Main

Locations / Keine Kommentare / 30. Oktober 2017

Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit, unter anderem auch wegen der kräftigen Sonnenuntergänge. Im Herbst gibt es nämlich nicht nur die klare Luft (die für Weitsicht sorgt) und mäßig bewölkte Himmel (die ein kitschiges Abendrot begünstigen). Nein, auch ist es die Zeit in der der Sonnenuntergang vor Feierabend stattfindet und die Bürogebäude dabei noch beleuchtet sind (ich danke hiermit allen, die arbeiten, während ich fotografiere…).

Genau diese perfekte Mischung hatten wir in Frankfurt nahezu jeden Abend in der letzten Woche und exakt jeden Abend hatte ich mich geärgert, nicht die Kamera dabei zu haben. Das war zum Teil meiner eigenen Bequemlichkeit geschuldet, zum Teil aber auch einer gewissen Betriebsblindheit. So schön Frankfurt ist, aber man stumpft wirklich ab, wenn Tag für Tag tolle Fotos aus der eigenen Stadt über den Bildschirm flackern. Dennoch wollte ich mich nicht einen weiteren Abend ärgern und so nutzte ich meine Chance am Freitag (denn: Büros sind am Wochenende nicht beleuchtet…).

Das Ergebnis ist nichts wirklich Besonderes, der Standpunkt ist bekannt (wenn auch deutlich weniger frequentiert als der für mich tote „Pixelstrich“ auf der Flößerbrücke) und der Sonnenuntergang war auch nicht der beste der letzten Tage. Doch: es hat Spaß gemacht, ich habe meine Fotomuskeln endlich wieder trainiert und ganz abseits vom Fotografieren konnte ich die EZB für mich endlich neu entdecken. Die Form des Gebäudes resultiert in einer unglaublich spannenden Reflektion der untergehenden Sonne. Das in natura zu sehen war schon allein Belohnung genug, denn der Neubau der europäischen Zentralbank wollte mir aus den anderen Perspektiven bisher überhaupt nicht gefallen. Dieser Standpunkt und der richtige Zeitpunkt hingegen…. no brainer!

Ein paar fotorelevante Infos zur Deutschherrnbrücke:
S-Bahnen, Züge und Güterzüge überqueren die Brücke abends in etwa alle 3 Minuten. Die Brücke vibriert in den ca. 15sek sehr stark. Zudem kommen noch eine Menge Radfahrer und Jogger vorbei. Vor allem letztere sorgen durch den Aufprall ihrer Hacken für sehr starke Vibrationen. Man sollte also Geduld und vor allem gutes Timing mitbringen, um in dem Vibrationsorchester Zeitpunkte der Stille zu finden… Wer keine Langzeitbelichtungen macht, wird hier natürlich sehr viel weniger Probleme haben.

Kameradaten:
Fujifilm X-T2 | Fujinon 10-24mm f/4.0 | 10mm | f/16 | ISO200 | 20s | Filter: ND64 + GND 0.9 + GND 1.2 | Blending aus 3 Aufnahmen

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