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Compagnon Explorer Backpack

Produkte / Keine Kommentare / 23. Oktober 2017

Für uns Fotografen gibt es ein Produkt, von dem man wirklich nie genug Exemplare haben kann. Taschen und Rucksäcke! Es gibt einfach nicht DIE Tasche für jeden Einsatzzweck. Während ich bspw. für Outdoor Portrait Shoots sehr gerne auf eine kleine bis mittlere Schultertasche zurückgreife, die neben der Kamera nicht mehr als 1-2 Objektive und ein wenig Zubehör fasst, brauche ich für Sportfotos ganz anderes „Besteck“ und entsprechend auch eine größere und funktionalere Tasche. Bei Landschaftsfotografie wird es dann noch komplexer: ein ordentlicher Rucksack mit viel Fassungsvermögen, guten Outdoor-Fähigkeiten und richtig viel Tragekomfort ist essentiell, um die gut versteckten Orte mit kiloschwerem Equipment auch bequem erreichen zu können.

Umso mehr freut es mich, dass der kleine Taschenhersteller Compagnon​ aus dem Schwarzwald einen auf Landschaftsfotografen zugeschnittenen Rucksack in der Mache hat, der sehr vielversprechend ist. Natürlich gibt es bereits einige Fotorucksäcke für Landschaftsfotografen und alle decken einen Teil der Kundenwünsche ab, doch bislang habe ich einfach keinen für mich passenden Rucksack finden können. Weder bei f-stop noch bei ThinkThank. Beim Explorer Backpack geht Compagnon einen sehr spannenden Weg und hat sich für das Tragesystem an Deuter gewendet, einem der größten Hersteller von Outdoor-Rucksäcken weltweit. Herausgekommen ist ein Produkt, das momentan über Kickstarter finanziert wird und bereits nach 4 Tagen schon 50% des Finanzierungsziels erreicht hat. Der Explorer Backpack könnte also bald auf den Markt kommen.

 

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Video-Link: https://youtu.be/bLpf-J18-3I

 

Doch was macht den Rucksack jetzt so besonders, außer, dass hier ein namenhafter Partner mit ins Boot geholt wurde? Sicher ist das Rückenteil vom Explorer Backpack das große Top-Feature und natürlich ist das kein Alleinstellungsmerkmal. Die wirklich guten Rucksäcke von f-stop haben ebenfalls ein ordentliches Tragesystem, das Lastkontrollriemen und solide Hüftgurte bietet und durch die Anpassung an den Rücken diesen bei langen Strecken angenehm schont. Den Explorer Backpack aber gibt es in 2 Größen. Eine kleine 16 Liter und eine 25 Liter fassende Version und beide sind mit dem Deuter VariFlex Tragesystem ausgestattet. Zusätzlich ist der Hüftgurt nicht nur frei gelagert, sondern zusätzlich abnehmbar und DAS macht für mich bereits einen großen Unterschied. Wenn ich den Rucksack nur für einen kurzen und mittellangen Hike brauche, kann ich den Hüftgurt einfach abnehmen. Denn auf einer Fotoreise ist man nicht ständig in der tiefen Landschaft unterwegs. Ich denke dabei an den Weg vom und zum Flughafen, kurze Trips mit Shuttle Bussen, der Weg zwischen den Unterkünften, einfach überall dort wo man keinen offenen Hüftgurt baumeln haben mag. Mit dem Explorer Backpack kein Problem, denn der Hüftgurt bleibt einfach bis zum Einsatz im Gelände im Koffer. Das Deuter VariFlex kommt übrigens beim Deuter FreeRider Pro und Deuter Guide zum Einsatz. Dort kann man also schon einmal spionieren und nach Erfahrungsberichten zum Komfort recherchieren…

 

 

Features die mir gefallen

Hypalon® und Wasserdichtigkeit

Der Boden ist aus dem sehr strapazierfähigem Hypalon® gefertigt, das üblicherweise für u.a. Schlauchboote und Rettungsinseln aufgrund seiner Beständigkeit und Wasserdichtigkeit eingesetzt wird. Zudem ist der Boden komplett plan und der Rucksack ausbalanciert, so dass er befüllt nicht umfällt. Apropos Wasserdichtigkeit: die Aussenhülle ist wasserabweisend, so dass selbst im Regen keine Schutzhülle benötigt wird. Das Foto-Equipment ist ohne Zutun vor Wasser geschützt. Ein sog. Mud Cover zum optischen Schutz vor Dreck ist dennoch erhältlich. Doch am Namen erkennt man schon, es ist kein Rain Cover, denn das braucht der Explorer Backpack nicht.

Aufbau und Taschen

Der Rucksack lässt sich nur rückseitig öffnen und ist dadurch einerseits diebstahlgeschützt, andererseits bleibt das Rückenteil dadurch auch stets sauber. Das Rückenfach ist zudem vollständig zu öffnen, man kommt also problemlos an jedes Fach. Manche Rucksäcke lassen sich nur zu etwa 90% öffnen. Meist ist dies der Anbringung des Hüftgurtsystems geschuldet und führt dann dazu, dass die untersten Fächer nur mühsam zu erreichen sind. An der Front gibt es ein großes Organizer Fach, das geschlossen zwar flach ist, aber weit ausgeklappt werden kann, so dass die vielen kleinen Taschen sehr gut zu erreichen sind.

 

Rolltop mit 9 bzw. 12 Litern zusätzl. Stauraum

 

Rolltop

Ein für mich ebenfalls sehr wichtiger Punkt ist der Rolltop, der ideal für den Transport von Nicht-Foto-Ausrüstung gedacht ist. Hier habe ich bisher immer gespart und meinen Rucksack nur nach der Unterbringung meines Foto-Equipments ausgesucht. Ein großer Fehler, denn ohne zusätzl. Regenjacke, Wasser (oder zur kalten Jahreszeit eine Thermoskanne Tee) und vielleicht einen kleinen Snack macht ein Foto-Hiking Trip einfach keinen Spaß. Bei der 16 Liter Version des Rucksacks erhält man durch den Rolltop weitere 9 Liter Stauraum. Beim größeren 25 Liter Bruder sind es schon 12 Liter mehr Stauraum. Gehalten wird das Rolltop übrigens von einem magnetischen Fidlock® Verschluss. Was zunächst nach einem Gimmick klingt, ist in der Praxis Gold wert, denn so lässt sich das Rolltop mit nur einer Hand öffnen und schließen.

 

Schnellzugrifftasche

 

Schnellzugriff und Diebstahlschutz

Kein wirkliches Novum, aber dennoch praktisch: die Schnellzugriffstasche. Über eine separate Tasche lässt sich die Kamera schnell aus dem Rucksack holen. Keine verpassten Chancen mehr und kein entnervtes Fragen „soll ich dafür jetzt die Kamera herausholen?!“. Für die Situationen außerhalb der Natur, in denen eine Schnellzugriffstasche immer auch ein Risiko für Taschendiebe ist hat sich Compagnon hierbei etwas sinnvolles ausgedacht. Ein am Rucksack angebrachter Karabiner direkt in Nähe der Schnellzugriffstasche dient als Diebstahlschutz. So hatte ich das Problem an meinen Rucksäcken bislang auch gelöst, doch ist ein am Rucksack befestigter Karabiner natürlich sehr viel praktischer und auch schicker.

 

Laptoptasche für Laptops bis 13″ bzw. 15″

 

Diverses

Wie schon beim eher lifestyligen Compagnon Rucksack The Backpack, kommen auch beim Explorer Backpack wieder die praktischen Zubehörtaschen die per Klett überall im Rucksack befestigt werden können. Insbesondere eignet es sich die Speicherkartentasche direkt an der Schnellzugriffstasche zu befestigen. Damit sind Kamera und Speicherkarten stets griffbereit. Platz für ein Laptop gibt es natürlich auch im gefütterten Laptopfach. Die 16 Liter Version fasst bis zu 13″ große Laptops, bis zu 15″ sind es beim 25 Liter Explorer Backpack+. Gleichzeitig beherbergt das Laptopfach übrigens eine Sitzmatte. Ich bin mir noch nicht sicher, wie oft ich sie nutzen werde, da ich ungern dreckige Gegenstände wieder zurück in meine Taschen tue, aber das wird die Praxis zeigen.

 

Das Team von Compagnon

Das Team von Compagnon

 

Der Haken

Natürlich ist auch der Explorer Backpack keine eierlegende Wollmilchsau, nicht der heilige Gral und auch nicht die erhoffte Lösung für sämtliche suchenden Landschaftsfotografen. Doch Compagnon macht hier Vieles richtig und nur Weniges bleibt ungelöst. Zumindest was meine Einsatzzwecke betrifft. Eine Sache die ich bislang bei jedem Fotorucksack kläglich vermisse: eine sichere und gleichzeitig gut erreichbare Aufbewahrungsmöglichkeit für meine Filter. Während Stativ und Kamera meist schnell verfügbar sind, brauche ich fast immer meine Filter und dann fängt es wieder an, anstrengend zu werden. Rucksack absetzen, komplett öffnen, die große gefütterte Tasche aus der sicheren Umgebung im Rucksack holen, Rucksack wieder schließen und dann kann es erst losgehen. Sorry, aber dann brauche ich keine Schnellzugriffstasche für die Kamera… Ich denke, dass ich im Schnellzugriffsfach meine Fuji X-T2 und die Filtertasche verstauen kann. Sonderlich sicher ist das aber leider nicht.

Auch am Tragesystem kann man natürlich das Haar in der Suppe suchen und auch finden. Ein höhenverstellbares Gurtsystem wäre noch besser geeignet den Rucksack an den Fotografenrücken anzupassen. Wie komfortabel der Rucksack dennoch ist, werden wir dann im Sommer 2018 wissen! Auch wird einigen sicher der Look missfallen. Gerade Compagnon ist bekannt für seine äußerst edlen Kamerataschen die einem direkt ins Auge springen. Der Explorer Backpack ist natürlich der nicht ganz so hübsche Bruder, der etwas aus der Reihe fällt und sicher nicht zu den schönsten Rucksäcken zählt. Doch sind wir ehrlich: mit dem Rucksack ist man zum Großteil in der Natur und da zählt form follows function. Je nach Standpunkt wird sicher auch nicht jedem gefallen, dass keine reflektierenden Elemente eingebracht wurden. Nachteil: der Rucksack ist im Dunklen ggf. schlechter zu finden. Vorteil: Wildlife Fotografen werden sich freuen, dass Tiere sie viel später bemerken. Auch wird es sicher eine nicht allzu kleine Fraktion geben, die das schwarze Innenleben kritisiert, da auch hier in der Dämmerung die Suche nach Kleinteilen erschwert ist. Vorteil: die Organizer Tasche an der Front ist grau ausgekleidet, Kleinteile sieht man also sehr viel besser.

Update:
Nach Rückmeldung von Compagnon wirkt das Innenleben auf den Pressefotos dunkler als es tatsächlich ist. Der Stoff ist demnach nicht schwarz, sondern vielmehr grau. Dunkle Kleinteile können also doch auch in der Dämmerung gefunden werden, wenngleich natürlich quietschbunte Farben (siehe bspw. Crumpler) noch mehr Kontrast liefern. Es bleibt Geschmacksfrage, ob ein neonorange wirklich designtechnisch sinnvoll gewesen wäre (ich denke nicht…).

Ob diese Häkchen wirklich gravierend sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich für meinen Teil bin ob der Vielzahl an für mich wichtigen Features glücklich mit den Entscheidungen die Compagnon getroffen hat und habe mir den Rucksack in 25L und arctic bestellt.

 

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Video-Link: https://youtu.be/YBXltQRwAh0

 

Produktstart, Modelle und Preise

Leider kann man den Explorer Backpack noch nicht direkt kaufen, denn noch befinden wir uns in der Funding-Phase auf Kickstarter. Wenn Du also Interesse an dem Rucksack hast, dann schau Dich auf der Kampagnen-Seite um oder lies das Review von Christian Ohlig, der bereits ein Pre-Production Exemplar im Einsatz testen durfte.

Update:
Auch Taschenfreak Jörg Langer durfte bereits ein Pre-Production Modell testen und hat seine Erfahrungen damit gebloggt.

Nach erfolgreichem Funding (aktuell sind schon 50% des Funding-Ziels erreicht) wird der Explorer Backpack im Dezember in Produktion gehen und dann im April 2018 ausgeliefert werden. Auch gibt es EarlyBird Packages auf Kickstarter, bei denen man ordentlich sparen kann. Die große 25 Liter Version mit Mud Cover und Hüftgurt bekommt man beispielsweise für 309€ statt der anvisierten 469€ Marktpreis, stattliche 160€ Ersparnis. Den Rucksack gibt es in insgesamt 4 Versionen: 16+9 Liter (Explorer Backpack), 25+12 Liter (Explorer Backpack+) und beide jeweils in den Farben stone und arctic.

Wer den Rucksack jetzt schon testen möchte, kann sich ein Vorführmodel im Compagnon Showroom in Pforzheim ansehen.

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